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Kieferfehlstellung = Operation?
Wann eine Operation bei Kieferfehlstellungen sinnvoll ist

Nicht jede Kieferfehlstellung erfordert eine Operation. Oft ist das Tragen einer Zahnspange, ggf. in Kombination mit weiteren kieferorthopädischen Maßnahmen, sowohl ästhetisch als auch funktionell ausreichend – vorausgesetzt allerdings, dass die Behandlung bereits im Jugendalter vor dem Abschluss des Knochenwachstums erfolgt. Bei Erwachsenen ist die kieferorthopädische Behandlung in vielen Fällen nicht mehr erfolgreich. Darüber hinaus gibt es besondere Stellungs- und Formanomalien der Zähne und Kieferknochen, die zu einem ausgeprägten Fehlbiss mit entsprechenden Beschwerden führen. In der Fachsprache wird der Fehlbiss als Dysgnathie bezeichnet. Bei diesen Kieferfehlstellungen ist eine Operation möglich. Bei uns in der Praxisklinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Oralchirurgie Dr. Dr. Zikarsky & Kollegen sind Sie in den besten Händen.

Operative Fehlbisskorrekturen: Kieferfehlstellung und Operation

Folgende Kieferfehlstellungen lassen sich durch eine Operation korrigieren:

1.           Schmalkiefer

Ein zu schmaler Ober- und/oder Unterkiefer hat einen extremen Engstand der Zähne zur Folge. Zusätzlich zum ästhetischen Problem sind damit zahlreiche Beschwerden und Probleme verbunden. Als Operationsverfahren kommen – je nach Diagnose – die Gaumennahterweiterung und/oder die Unterkieferdistraktion infrage. Es handelt sich dabei um einen operativen Routineeingriff. Danach wird einige Monate eine Dehnungsapparatur getragen.

 

2.          Ober- oder Unterkieferrücklage

Die Vorverlagerung des Ober- oder Unterkiefers wird in der Fachsprache als sagittale Progenie / Prognathie bezeichnet. Diese Kieferfehlstellung lässt sich durch eine Operation ausgleichen, wodurch auch das Gesichtsprofil harmonischer erscheint. Besonders schwere Gesichtsasymmetrien erfordern eine Operation beider Kiefer (Bimax).

 

3.          Zu langer Oberkiefer

Ist der Oberkiefer in der Vertikale zu lang (Longface-Syndrom), kann dies zum sogenannten Gummy-Smile (Zahnfleischlächeln) führen, das bei starker Ausprägung als gravierende ästhetische Beeinträchtigung oftmals sogar psychische Probleme zur Folge hat. Die bei dieser Kieferfehlstellung notwendige Operation der Oberkieferhochverlagerung ist recht komplex, zählt aber dank digitaler Diagnostik, OP-Planung und Simulationen dennoch zu den Routineverfahren mit minimalen Risiken.

 

Generell gilt: Die durch eine Kieferfehlstellung bedingte Operation führen wir stationär im St. Theresien-Krankenhaus in Nürnberg durch. Die Dauer des Krankenhausaufenthalts variiert zwischen 2 Tagen (Gaumennahterweiterung) und 5 Tagen (Oberkieferhochverlagerung) und erfordert eine individuelle Nachsorge.